Gangs of London (Test)

So, jetzt gibt es seit langem mal wieder einen Spieletest, und zwar geht es um „Gangs of London“.

Ist zwar kein neues Spiel, aber zum Teil schon für unter 20 € erhältlich. Ob es sich lohnt könnt ihr hier lesen.

Gangs of London (Cover)

Gangs of London (Cover)

Zuerst möchte ich kurz auf die verschiedenen Modi eingehen:

Als erstes wäre da der Storymodus, der auch den Mittelpunkt des Spieles darstellt. Zu Beginn wählt man eine Gang aus, die sich aber bloß farblich und was ihre Autos angeht unterscheiden. Danach geht es an die erste Mission. Vor den Missionen wird immer eine kurze Einleitung in Comicform (Standbilder mit Sprechblasen) gegeben. Diese etwas platte Präsentation trägt nicht unbedingt zur Atmospäre bei. Im Grunde gibt es folgende Missionstypen: Flucht vor der Polizei, Gebäude stürmen, aus Gebäude fliehen, Schiessereien. Das klingt zwar ganz interessant, was es auch anfangs ist, wird dann aber doch eintönig, weil hier kein Handlungsrahmen, wie bei GTA Liberty/Vice City Stories gesponnen wird, der verhindert, dass die Aufträge zur Missionsabarbeitung werden.

Neben diesem Modus gibt es noch einen Freien Modus, der nocheinmal verschiedene „Untermodi“ aufweist:

– Tourist: nur mit einer Kamera bewaffnet läuft man durch London und fotographiert Sehenswürdigkeiten. Abgesehen von einem Mini, der beim Starten des Touristenmodus auf der Straße steht können nur Taxis und Busse genutzt werden, die aber so unsinnig fahren, dass man damit nicht ans Ziel kommt. Es können keine Autos aufgebrochen werden, es ist also eine ziemlich langweilige Sache, man läuft durch die Stadt… cool ^^

– Flucht: Flucht vor der Polizei, die sofort hinter einem her ist (man muss also kein Verbechen begehen). Meiner Meinung nach ein überflüssiger Modus, Verfolgungen hat man auch im Storymodus. Auf Dauer auch ziemlich eintönig.

– Zombie: in der Stadt sind nur Zombies unterwegs, die es zu erledigen gilt. Meist ist eine bestimmte Anzahl zu „absolvieren“, dann ist das Level gewonnen. Dieser Modus passt irgendwie nicht ins Spiel.

– Freies Erkunden: man kann die Stadt erkunden, Fahrzeuge stehlen etc., muss aber auch mit anderen Gangs auch mit der Polizei rechnen. Meiner Meinung nach der einzig brauchbare Modus (der Storymodus ausgenommen).

Außerdem gibt es einen Modus, in dem das Ziel lautet, soviele Gebiete wie möglich einzunehmen. Dies ist ein taktischer Modus, bei dem lediglich Gangmitglieder in gegnerische Gebiete geschickt werden. Hier gibt es aber keine bewegten Bilder zu sehen (vergleichbar zu der Galaxiseroberung bei Star Wars: Renegade Squadron, nur dass es dort auch möglich war, den Kampf ingame auszufechten).

Als vierten Spielmodus gibts noch eine Art Pub-Modus. Hier kann man – wie es sich eben für ein Pub gehört – Billard, Bowling und Dart spielen. Vom Pub selber sieht man aber nichts, man sieht nur das jeweilige Spielfeld. Die Minigames sind nett gemacht und können sogar gegeneinander an einer PSP gezockt werden. Allerdings haben sie mit Storymodus überhaupt nichts zu tun und wirken irgendwie noch dazugeschustert. Aber als kurzweiliger Zeitvertreib in Ordnung.

So, und nun zu den technischen Details.

Grafik:
Die Grafik wirkt düster und etwas monoton, die Stadt sieht im Vergleich zu GTA leblos aus. Immerhin gibt es keine Grafikpatzer wie bei GTA, was aber eben auf die schwächere Gesamtgrafik zurückzuführen ist.

Sound:
Die Soundkulisse ist in Ordnung, aber reißt einen nicht vom Hocker. Dass die Einspieler vor den Missionen nicht vertont sind, ist ein weiteres Manko. Und auch hier muss sich das Spiel noch einen vergelich zu GTA gefallen lassen: man vermisst irgendwie doch das Radio, dass die Atmosphäre auflockert.

Steuerung:
Bei der Steuerung gibt es nichts zu beklagen, aller Aktionen sind problemlos auszuführen.

Umfang:
Die verschiedenen Modi habe ich ja beschrieben und man muss zugeben, dass es viele sind. Aber es zählt ja nicht nur Quantität, sondern auch Qualität, und hier muss man doch schon einige Abstriche machen. Vor allem die Freien Modi überschneiden sich teilweise mit dem Storymodus, was die Level- bzw. Missionsziele angeht und der Pub-Modus ist zwar nett, wirkt aber deplaziert. Was den Umfang angeht also ein zweischneidiges Ergebnis.
Eine Game-Sharing funktion gibt es, bei der man ein Level an einen Freund übertragen kann (dies konnte ich aber bisher noch nicht ausprobieren), aber immerhin ist die Option vorhanden

Fazit:
Gangs of London kann irgendwie nicht wirklich überzeugen: Grafik etwas mau, Sound nicht der Hammer und die Modi sind teilweise recht monoton. Gerade wenn man Gangs of London mit GTA vergleicht, spielt letzteres doch in einer ganz anderen Liga.

  • Umfang     5 Punkte
  • Grafik        3 Punkte
  • Sound        4 Punkte
  • Multiplayer 3 Punkte
  • Steuerung  6 Punkte
  • Gesamt (4,07) 4 Punkte

Hier noch einige Screenshots:

Gangs of London (1)

Gangs of London (1)

Gangs of London (2)

Gangs of London (2)

Gangs of London (3)

Gangs of London (3)


Berechnung der Gesamtpunktzahl: damit die Berechnung des Gesamtergebnisses nachvollziehbar ist, habe ich mich entschlossen nach folgender Formel zu gehen:
Gesamt  =  (Umfang x2  +  Grafik x2  +  Sound x1  +  Multiplayer  x1,5  +  Steuerung x1) / 7,5
Die Formel gilt für diesen und künftige Testberichte.

Diesen Bericht findet ihr auch auf ciao.de, dort bin ich als „Laubwolf“ unterwegs.

Echochrome

Echochrome ist ein neues und ungewöhnliches Spiel für die PSP: die Grafik ist extrem einfach, in schwarz-weiß. Ton gibt es keinen (zumindest nicht in der Demo, die ich getestet habe). Das klingt jetzt erst mal sehr langweilig und negativ.
Aber wie schon Patapon könnte sich hier ein neues Kultgame entwickeln.

Das Spiel soll über 200 Level mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden haben.

Ziel des Spiel ist es, durch optische Tricks es der Spielfigur zu ermöglichen, einen bestimmten Zielpunkt zu erreichen. Man kann dies tun, indem die Sicht so rotiert. Löcher, die von anderen Teilen des Levels so verdeckt werden, behandelt die Spielfigur, als wären sie nicht da. Hindernisse, die für den Spieler nicht sichtbar sind, sind auch für die Spielfigur nicht sichtbar.

Das Prinzip wird klar, wenn ihr euch mal den Trailer, der im Downloadforum bereit steht herunterladet (kann direkt auf die PSP geladen und angesehen werden).
[Trailer herunterladen]

psportable-Prognose: Bei der bescheidenen Grafik wird es dem Spiel trotz dem innovativen Konzept schwer fallen, sich durchzusetzen.

Sega Rally (Test)

Dem Namen nach müsste Sega Rally dem Vorbild Colin McRea Rally folgen, zumindest vom Konzept her. Doch wer hier ein richtiges Rallyspiel vermutet liegt falsch und sollte lieber die Finger davon lassen:

Die Rennen laufen nicht auf einer Sprintstrecke und ohne direkten Gegner ab, sondern es handelt sich um Rundenrennen mit 5 Gegnern, was ja schon mal gar nicht rallymäßig ist. Auf das Reparieren von Fahrzeugschäden nach einem Rennen wurde auch verzichtet, es gibt auch kein Schadensmodell. Das Fahrzeug wird lediglich schmutzig.

Wenn man aber einfach ein Rennspiel möchte, kann das Spiel schon in die engere Auswahl einbeziehen, weil die Grafik sowie Fahrphysik recht gut gelungen ist und der Sound ebenfalls passabel ist.

Deutlicher Minuspunkt ist allerdings der Umfang: Es gibt insgesamt 15 Strecken in 5 verschiedenen Landschaften (Arktis, Safari… – keine Länder also).
Die Rallys bestehen dann immer aus 3 Strecken die unterschiedlich kombiniert sind, und das kann mit der Zeit schon langweilig werden.
Die Fahrzeugauswahl ist allerdings ordentlich und auch so das einzige an dem Spiel was wirklich rallymäßig ist. Klassiker wie Renault 206 und Ford Focus sind genauso vertreten wie schneller Boliden.

Die Steuerung ist einwandfrei gelungen. Auch das manuelle Schalten (optional) ist über die Schultertasten L/R gut gelöst.

Der Onlinemodus hat nach meiner Erfahrung nicht so viel Sinn, weil sehr selten mal genug Spieler online sind. Es kann (Infrastruktur und Ad-hoc) gegen max. 3 Gegner gespielt werden, während man offline gegen 5 fährt.

Mein Fazit:
Alles in allem ist Sega Rally ein gutes Rennspiel, sicher kein richtiges Rallyspiel. Technisch (Graik, Sound, Gameplay) ist Sega Rally aber gut gelungen, leider wird der Langzeitspaß durch die wenigen Strecken geschmälert.

  • Umfang **
  • Grafik ****
  • Sound ***
  • Multiplayer **
  • Steuerung *****
  • Insgesamt ***

Screenshots:

Sega Rally (1)Sega Rally (2)Sega Rally (3)Sega Rally (4)Sega Rally (5)

[Bildnachweis: http://gamezone.de]

[***** super, **** gut, *** okay, ** mäßig, * schlecht]

Diesen Testbericht findet Ihr auch auf ciao.de, dort bin ich als „Laubwolf“ unterwegs.

Test Drive Unlimited (Test)

Vor ein paar Tagen hab ich „Test Drive Unlimited“ bei eBay für rund 25 € ersteigert. Preislich gesehen, hab ich mir da schon einiges gespart, bei Saturn und Media Markt hab ich das Spiel nämlich um die 40 € gesehen. Aber zum Game…

Das Auffälligste an TDU ist die riesige Spielwelt: 1000 Kilometer (lt. Verpackung) Strecke stehen dem Spieler zum erkunden zur Verfügung. Das ist vor allem für einen Handheld ein Wort. Und wenn man von einer Seite der Insel zu anderen fährt, ist man schon gut beschäftigt. Auch die Auswahl an Events (klassische Rennen, Club Herausforderungen, Zeitrennen, Radarfalle) , Shops (Autohändler, Hausmakler, Tuning) und offiziell lizensierten Fahrzeugen ist überraschend, da bin ich schon von manchem Rennspiel enttäuscht worden, aber hier ist der Umfang wirklich sehr großzügig.

Nun zu Grafik und Sound: hier muss man im Vergleich zur XBox Version Abstriche machen, was ja auch angesichts der Leistung der PSP verständlich ist.
So ist die Grafik für die PSP wirklich in Ordnung, auf Dauer wirkt sie aber etwas monoton. Die Texturen sind auch nicht allzu abwechslungsreich. Die Autos sind aber recht gut gelungen.
Den Sound kann man eigentlich wie die Grafik einstufen: ganz okay, aber kein Hammer: Die Motorengeräusche sind zwar von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich und auch authentisch, aber abgesehen von den Fahrzeuggeräuschen gibt es leider auch nicht viel auf die Ohren. Gut, noch ein paar softe Beats aus dem „Radio“ (ist aber eigentlich nur eine Dauerschleife ohne Moderator).

Und last but not least komme ich noch zum Gameplay: die Boliden lassen sich mit den PSP-Tasten einwandfrei steuern, allerdings ist die Steuerung nicht anpassbar. Aber da die Steuerung gut durchdacht ist, macht das nichts.
Beim Cruisen über die Insel kann man aber nicht brettern wie man will, weil die Gesetzeshüter auch unterwegs sind und bei Crashs oder Tempoüberschreitung die Verfolgung aufnehmen. Das kann allerdings etwas Nerven, weil die Polizei zwar schnell aufmerksam wird, dann aber nicht allzu hart verfolgt, aber sich trotzdem lange nicht abhängen lässt. Da ist es dann erst mal vorbei mit dem Cruisen…

Über einen Onlinemodus verfügt TDU ebenfalls, und zwar sowohl Infrastrukturmodus als auch Ad-Hoc. Hierbei fahren alle Spieler auf der Insel (gleicher Server) umher und können sich durch Lichthupe herausfordern. Ist ganz spaßig aber auf Dauer nicht so spannend, weil man nur klassische Rennen fahren kann, aber die Idee ist auf jedenfall Innovativ.

Mein Fazit:
Auch wenn die Grafik jetzt nicht der Hammer ist und der Sound „nur“ okay ist, hat mich TDU trotzdem begeistert, wegen dem einzigartigen „Ich fahr jetzt mal 30 km um mir beim Händler ein neues Auto zu kaufen“-Feeling und der großen Spielfreiheit. Der große Umfang ist wirklich der größte Pluspunkt und wird von keinem mir bekannten PSP Spiel überboten.
Hier bekommt man wirklich ein gutes Spiel, das man als Autofan sowieso in der Sammlung haben sollte.

  • Umfang *****
  • Grafik ***
  • Sound ***
  • Multiplayer ***
  • Steuerung *****
  • Insgesamt ****

Screenshots:

Test Drive Unlimited (1)Test Drive Unlimited (2)

[Bildnachweis: http://pspfreak.de]

[***** super, **** gut, *** okay, ** mäßig, * schlecht]

Diesen Testbericht findet ihr auch auf ciao.de, dort bin ich als „Laubwolf“ unterwegs.

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